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Pflicht zum Energieausweis?

Zum 1.Juli 2008 schreibt die novellierte Energieein­sparverordnung, die am 1. Oktober 2007 in Kraft getreten ist, die Vorlage des Energieausweises bei Vermietung und Verkauf von Immobilien vor.

Für Neubauten ist dieser bereits seit 2002 verbind­lich. Die Bundesregierung zielt mit dieser Maßnah­me auf eine energetische Sanierung bei Altbauten. Sie geht hierbei von einer energetischen Sanierung bei rund 5% des Altbaubestandes aus. 

Immobilienwirtschaft und Energiepass

Durch Umzüge und Vermietung wird die Ausstel­lung von Energiepässen für die Wohnungswirtschaft obligatorisch. Es ist davon auszugehen, dass bun­des­weit im ersten Jahr ein Bedarf von rund 2,1 Millionen benötigten Ausweisen zu decken ist. Im Rahmen der Erstellung wird der gesamte Energie­bedarf für das Objekt ermittelt.(Beheizung, Warmwasserversorgung und Lüftung) 

Verbraucherfreundliche Informationen 
Der Ausweis ist selbsterklärend aufgebaut. Durch gezielte, übersichtliche Fakten und der Ein­ordnung des Gebäudes in eine Energieeffizienz-Skala, ist der Ausweis auch für jeden selbst­erklärend und verständlich.

Energiebedarfsausweis oder Energiever-brauchsausweis?

Welcher Ausweis für Sie der richtige ist, können Sie dem Diagramm entnehmen (klicken Sie auf die blaue Überschrift). Bei Ihrer Entscheidung sollten Sie jedoch auf folgende Hinweise achten:

Der verbrauchsorientierte Ausweis ist kosten­günstig und schnell auf Basis der letzten drei Heiz­kosten­abrechnungen erstellt. Es ergeben sich jedoch­ wenige Aussagen über die thermische Hülle und die Anlagentechnik des Gebäudes.

Der bedarfsorientierte Ausweis dagegen bietet detaillierte Informationen über die Gebäudehülle und Anlagentechnik. Es erfolgt eine Schwach-stellenanalyse mit Aufzeigen von wirtschaftlich wie ökologisch sinnvolle Maßnahmen zur Energie-effizienzsteigerung.

So können bei Altbauten Einsparpotentiale von bis zu 70 Prozent erzielt werden.